ABGS GmbH

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[Fachartikel] Gasversorgung im Labor – Teil 2

23. Juli 2013 | ABGS GmbH | Kategorie Wissen

Gasversorgung im Labor – Fortsetzung

Über fest verlegte Rohrleitungen wird das Gas zu den einzelnen Verbraucherstellen geführt.

Auswahlkriterien Rohrleitungswerkstoff:

  • Betriebsdruck
  • Kupferrohr (Hartlöten), max. 40 bar
  • Edelstahl, je Rohrdimension

Gasqualität, Reinheit:

  • Standard ist Edelstahlrohr ohne separate Reinigung
  • bei höheren Anforderungen:
  • Kupferrohr (spezialgereinigt) bis 5.0
  • Edelstahlrohr (nachgereinigt) bis 6.0

Chemische Eigenschaften:

  • Kupferrohr; neutrale Atmosphäre; inerte, nicht korrosive Gase
  • Edelstahlrohr; aggressive Atmosphäre; inerte, nicht korrosive, korrosive Gase; Acetylen

Temperatur:

  • Edelstahlrohr (kaltzähes Material); Cryo-Technik


Verbindungstechnologien:

  • Lösbare Verbindungen
  • Nicht-lösbare Verbindungen

Befestigungstechnik:

  • Standard-Metallschelle verzinkt mit Einlage
  • Standard-Reihen- bzw. Registerschelle aus Kunststoff mit Stahlplatte
  • C-Schienen

Dimensionierung:

  • max. 25 m/s
  • Sauerstoff max. 8 m/s
  • Hauptleitungen 5-10 m/s
  • Steigleitungen 2-5 m/s
  • Verteilleitungen 2-5 m/s

Die Verbraucher werden über Entnahmestellen angeschlossen (zweite Druckstufe). Entnahmestellen bestehen aus Ausgangsventil und Druckregler zur Einstellung des gewünschten Arbeitsdruckes für den Verbraucher. Das Manometer an der Entnahmestelle zeigt den eingestellten Arbeitsdruck an.

Flaschenanschluss:
Bei jedem Flaschenwechsel wird ein gewisses Volumen Umgebungsluft in den Anschlussteil des Systems gebracht. Um eine Verunreinigung des gesamten Systems zu verhindern, muss vor der erneuten Gasentnahme der Anschluss gespült werden. Bei nicht korrosiven Gasen kann das durch eine mehrfache Druckaufbauspülung mit Eigengas erfolgen. Bei korrosiven und toxischen Gasen oder empfindlichen Gasgemischen ist eine spezielle Spüleinrichtung mit Fremdgas zu empfehlen. Entspannungsstationen und Druckregler können mit Spüleinrichtungen ausgestattet werden.

Bezug zur Gaswarntechnik:
In Anlagen mit besonders gesundheitsgefährlichen Gasen, wie:

  • Phosphin – (Phosphorwasserstoff, PH3)
  • Schwefelwasserstoff – (H2S)
  • Cyanwasserstoff – (Blausäure, HCN)
  • Carbonylchlorid – (Phosgen, CCl2O)
  • Flour – (F)

sind selbständig wirkende Warneinrichtungen zum Erkennen, Warnen und Melden von Vergiftungsgefahr vorzusehen. Beim Vorhandensein von brennbaren Gasen in der Anlage können diese Warneinrichtungen auch zum Erkennen, Warnen und Melden von Explosionsgefahren erweitert werden. Die vorgeschriebenen Ex-Zoneneinteilungen sind für die gesamte Anlage zu berücksichtigen.

Vorschriften, Regeln, Normen, usw.:

  • TRG 280; Technische Regel Druckgase Allgemeine Anforderungen an Druckgasbehälter, Betreiben von Druckgasbehältern
  • TRGS 526; Technische Regel Gefahrstoffe, Laboratorien
  • BGR 500; Kapitel 2.33 Berufsgenossenschaftliche Regel, Betreiben von Arbeitsmitteln, Betreiben von Anlagen für den Umgang mit Gasen
  • TRAC 206; Technische Regel Acetylen, Acetylenflaschenbatterieanlagen
  • DIN-EN 14470-2 Feuerwiderstandsfähige Lagerschränke, Teil 2: Sicherheitsschränke für Druckgasflaschen
  • VDMA Einheitsblatt 4390-1 Planung und Installation neuer bzw. Erweiterung bestehender Reinstgase-Versorgungsanlagen, Teil 1: Armaturen
  • VDMA Einheitsblatt 4390-2 Planung und Installation neuer bzw. Erweiterung bestehender Reinstgase-Versorgungsanlagen, Teil 2: Rohrleitungssysteme

Literatur:
Messer: Armaturen und Gasversorgungssysteme für Spezialgase
GCE DruVa: Herstellungsprogramm

Gastautor: Dipl.-Ing. Dieter Seyfert

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© 2013 ABGS GmbH – Dipl.-Ing. Dieter Seyfert

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 23. Juli 2013 um 09:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wissen abgelegt.

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